Fullscreen


 

«Fullscreen» befindet sich in Entwicklung für 2026. Diese erste Skizze zeigt den aktuellen Arbeitsstand – Videokompositionen, Soundkomposition und Text werden noch weiterentwickelt.

 

«Fullscreen» untersucht, wie Medien im Verlauf der Geschichte unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit geprägt haben. Eine endlose Kamerafahrt expandiert vom Fluchtpunkt weg und legt Schicht für Schicht neue Dimensionen der Darstellung frei. Die Reise führt durch zwölf Stationen der Mediengeschichte: vom Urknall über Höhlenmalerei, antike Theater, mittelalterliche Glasfenster, Renaissance-Perspektive bis zu heutigen digitalen Interfaces.
Für jede dieser Epochen werden Bildschirm-Kulissen im Studio physisch arrangiert und gefilmt. Die abstrakten Bild(schirm)räume greifen auf, wie Raum in der jeweiligen Epoche wahrgenommen, konstruiert und dargestellt wurde. Das Bild-im-Bild-Prinzip macht das Abbilden selbst zum Thema: Screens zeigen Screens zeigen Screens, eine «Mise en abyme» unserer medialen Wahrnehmung. Die sichtbare Konstruktion unterwandert die Illusion des kreierten Bildraumes und verweist auf das Medium selbst.
Auf der Audioebene wird die Reise poetisch verdichtet. In den vom Künstler verfassten Text sind Reflexionen von Denkerinnen und Denkern aus der jeweiligen Zeit eingeflossen, von Platon über Hildegard von Bingen bis zu McLuhan und Luhmann. Der gesprochene Text wird von einem Track begleitet, der in Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Simon Berz entsteht. Materialien der jeweiligen Epoche werden bespielt: von Stein und Glas über Metall bis zu Plastik und Touchscreen.
Mit jeder Epoche gewinnt das Werk an Dichte und Tempo, bis es im Jetzt mündet. Am Ende löschen die Screens von hinten nach vorne ab, bis der Bildschirm schwarz und der Loop geschlossen wird. Die Betrachtenden bleiben auf ihren eigenen Standort verwiesen in dieser endlosen Kette der Abbildung.

 

Beschreibung
 

Setup von Kamera und Bildschirmen im Studio.